Von der Garden City nach Haus

Leider sind schon einige Tage ins Land gegangen seit wir uns das letzte mal gemeldet haben. Aber es ist viel passiert. Nachdem wir die beeindruckenden Felsen des Grampiens NP hinter uns gelassen hatten gelangten wird bald in die sehr grüne und sehr geplante Hauptstadt Australiens. In Canberra beherrschen Wiesen und Bäume das Stadtbild. Besonders ist noch der küstlich aufgestaute See der die Stadt in zwei Teile teilt und jede Strasse ist ringförmig um das Zentrum herum geführt.

In Canberra haben wir uns viele Museen, die Parlamente und eine Debatte im House of Representetivs angesehen. Vorallem von der sogenannten Questiontime waren wir sehr überrascht, denn das Spielchen, dass die Opposition der Regierung kritische Fragen stellen darf erscheint zwar mehr als Show, hat jedoch den gewünschten Effekt, dass Politik lebendig wird und man auch gleich eine gehörige Portion übermut entdecken kann.

 

Doch ansonsten ist Canberra eher eine Stadt für Grünflächen-Enthusiasten und Parkfreunde. Daher verbrachten wir auch nur 2 Tage im ACT (Australian Capital Terretory) und machten uns bald auf den Weg nach Sydney.


Dort gab es nur ein großes Ziel, unseren lieben Ronnie so gut wie möglich zu verkaufen. Unseren ersten Tag verbrachten wir damit uns wieder an die Größe und Fülle der Millionenstadt zu gewöhnen. Doch am nächsten Tag begannen wir so gut wie möglich die Werbetrommel zu rühren um so gleich den einen oder anderne Interessenten zu finden.

Nach etwa einer Woche war es uns dann auch gelungen Ronnie mit geringem Verlust an zwei Franzosen weiter zu verkaufen und so zogen wir nach vier Monaten Leben im Auto um in ein Hostel im Kings Cross.

Die letzten zwei Wochen verbrachten wir am Strand oder mit neuen Freunden im Hostel und genossen die letzten heißen Tage unseres Jahres.

Am Strand gab es noch Wellen zu reiten und noch etliche Sonnenstrahlen einzufangen.

Dann kam es wie es immer kommt, der Tag der Heimreise stand an und so machten wir uns mit sämtlichem Gepäck auf den Weg zum Flughafen. Dort bestiegen wir ohne Mühe den Flieger und hoben ab zum Zwischenstopp in Abu Dhabi.

In der Stadt in der Wüste mussten wir jedoch leider 10 Stunden mit warten zubringen, da unser Weiterflug 2,5 Stunden Verspätung hatte. Doch auch diese Zeit war irgendwann vorbei und so ladeten wir nach 6 weiteren Stunden Flug sicher und glücklich in Frankfurt.

Damit endete unsere Reise wie sie begann und nach einer entspannten Autofahrt sind wir absofort wieder in Kiel und Umland anzutreffen .

Vielen Dank an alle die uns während unserer Reise so aufmerksam durch den Blog begleitet haben. Ich hoffe unsere Bilder und Texte haben euch gefallen und wir konnten den guten Eindruck den wir von Australien hatten einigermaßen weitergeben.

Liebe Grüße an alle

Florian und Malte

 

1 Kommentar 20.9.09 12:11, kommentieren

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Von Melbourne nach Canberra

Die Zeit vergeht hier wie im Fluge, auch wenn wir in den letzten Tagen öfter nicht das perfekte australische Wetter genießen konnten, blieben uns genug Dinge die es auch drinnen zu entdecken gab. Wie das mit Großstädten meistens so ist, haben sie eher Aktivitäten zu bieten die einen nicht hinaus in die Natur bringen, sondern sicher und trocken überdacht statt finden. Nach unseren Erlebnissen auf Philipp Island freuten wir uns dann auch gleich auf dem nächsten wichtigen Punkt auf unserem Reiseplan. Wir besuchten Melbourne, eine Stadt die für uns viel zu bieten hat und uns von so viele anderen Travellern ans Herz gelegt worden ist. Daher brachen wir am Tag nach Philipp Island früh in die Stadtmitte auf, denn Melborune erstreckt sich soweit ins Land, dass wir fast unsere Nacht innerhalb der Stadtgrenzen verbrachten. Doch die Fahrt ins Zetrum dauerte trotzdem noch etwa 2 Stunden, denn zum einen beginnt das Stadtgebiet etwa 30 km vor der Innenstadt und zum anderen mussten wir vom Freeway auf kleinere Straßen ausweichen, da zum Zentrum hin eine Maut erhoben wird. Doch durch diesen kleinen Umweg konnten wir bereits einige Eindrücke der Stadt sammeln und uns sogleich nach einem geeigneten Campingplatz umschauen. Doch zunächst war ein günstiger Parkplatz unsere größte Sorge, denn diese sind auch in australischen Großstädten rar. Doch nach etwas erfahrener Suche und noch etwas mehr Geduld fanden wir einen Pakrplatz, wenige Kilometer vorm Zentrum, das nun für uns in Fußentfernung lag. So verbrachten wir unseren ersten Tag mit der Erkundung der Innenstadt um einen ersten Eindruck mitzunehmen und die Orientierung für die nächsten Tage zu erleichtern. Doch wir kehrten früh zurück zu Ronnie um einen Parkplatz für die Nacht zu finden und wir wurden recht schnell beim Gas-Works-Theater fündig. Die nächsten Tage verbrachten wir mit der Erkundung der Golden Mile, einer Route durch die Stadt verläuft, die die Besucher an vielen Gebäuden der Gold-Rush-Zeit von Melbourne vorbei bringt. Die Stadt wurde Ende des 19. Jh auf enormen Goldfunden in der Umgebung begrüdet. Neben seiner Größe, die für australische Verhältnisse enorm ist, gilt Melbourne auch als Kulturhauptstadt des ganzen Landes. In dieser Rolle glänzt es mit etlichen bekannten und sehr gut bestückten Museen die zum großen Tiel auch noch ohne für geringen Eintritt zu besuchen sind. Darunter fielen zum Beispiel die National Gallarie of Victoria, ein Kunstmuseeum das Stücke aus dem alten Chnia von weit vor Christus bis hin zu den neuen Schöpfungen unserer Tage zeigt, das old Gaol, ein Gefängnis aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem der Volksheld Ned Kelly hingerichtet wurde und schließlich das Melbourne Museeum, das eine ganzen Regenwald ausstellt, den man bequem begehen kann und zusätzlich viele Exponate über Melbourne und Umgebung zeigt, wie zum Beispiel einheimische Insekten und Meereslebewesen oder auch die aktuellen Ergebnisse der Körper- und Geistesforschung. Das auskundschaften dieser Sehenswürdigkeiten brauchte den einen oder anderen Tag, denn die Wege die wir gelaufen sind waren lang und die Ausstellungen gut und zahlreich bestückt. Doch die Hauptstadt von Victoria hält noch eine weitere Sehenwürdigkeit bereit, den Melbourne Grand Prix, die einzige Formel1 Strecke Australiens. Diese Erkundeten wir zunächst zu Fuß und stellten dann fest, dass es sich dabei um offizielle Straßen handelt, die wir sogleich in ihrer vollen Länge in einer Traumzeit von 8:30:41 absolvierten.

Danach endeten dann leider unsere Tage in Melbourne auch und wir machten uns auf den Weg zur Great Ocean Road, einer Straße die im Gedenken an die Toten des ersten Weltkriegs an der Küste kurz unter Melbourne gebaut wurde.


Nach einem Auftakt mit schlechtem Wetter, dass die kurvige Straße noch etwas schwieriger zu befahren machte, sahen wir einen Wal nur wenige Meter vor der Küste ein seltsames Schauspiel aufführen. Doch wie sooft in Australien war uns das Wetter nett und zeigte zum zweiten Teil der Straße seine beste Seite. So genossen wir die spektakulären Steinformationen, wie z.B. die zwölf Apostel in vollem Sonnenschein.

 

Doch auch diese Straße, eine der schönsten der Welt, muss einmal zu Ende gehen und wir beschlossen zu den Grampiens, einem Nationalpark im Landesinneren, weiter zu fahren. Dieser Nationalpark ist für seine Berge und schroffen Felsen bekannt, denn hier vereinigen sich vier Bergketten, unter anderem das Ende der Great Dividing Range, einem Gebirgszug, der die komplette Ostküste des Kontinents hinunter läuft und den wir im Laufe unserer Reise nun komplett abgefahren haben. Dort gingen wir wieder zwei Tage wandern und konnten großartige Wasserfälle, den Grand Canyon, sowie die Pinnacele, eine riesige Steinspitze und die Balconies, andere Steinspitzen, bestaunen.


Nun sind wir auf dem Weg durch das Innere des Staates Victoria nach Canberra, unserem letzten großen Ziel bevor wir für den Verkauf von Ronnie nach Sydney zurück kehren.

1 Kommentar 19.8.09 10:06, kommentieren

Von Tunnelgräbern und halben Portionen

Seit unserem letzten Eintrag sind mittlerweile schon einige Tage ins Land gegangen und wir waren durchaus nicht faul, jedoch haben sich bisher nicht all zu viele hoch interessante Dinge ereignet.
Nachdem wir Newcastle mit seiner riesigen Banane den Rücken gekehrt hatten und uns weiter auf den Weg nach Süden machten kamen wir über das Hunter Valley, einer großen Weinregion, schon bald in den Einzugsbereich von Sydney.

So haben wir unseren ersten großen Kreis um Australien abgeschlossen und können auf eine Menge toller Sachen zurück blicken.
Doch da wir noch die eine oder andere Woche haben, die wir noch mit viel Neuem füllen wollen, ließen wir Sydney im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und fuhren in einem Bogen durch die Vorstädte um den Stadtkern herum, aus dem einfachen Grunde, dass sich der Verkehr sonst von dicht nach mörderisch entwickelt hätte und wir eine unmenge an Maut hätten zahlen müssen.

Doch das finden der richtigen Route ist in Australien manchmal gar nicht so einfach, denn die Leidenschaft dieses sympatischen Völkchens scheint es zu sein, an elementaren Stellen an Schildern zu sparen, Traumdeuterkarten zu zeichnen und an unwichtigen Stellen unübersichtliche Schilderwälder mit noch unübersichtlicheren Schildern aufzustellen.
Zudem versuchten wir mit einer quasi Weltkarte unseren Weg durch die Vororte zu finden, doch mit etwas Übung und Erfahrung in australischer Verkehrsplanung sind wir den größten Hindernissen entkommen.
Zum Thema Kartenlesen möchte ich an dieser Stelle noch kurz ein Zitat von Malte einschieben: "Beim Wege suchen reagier ich nurnoch, planen kannste vergessen!"
So folgten wir dem Küsten Highway 1 nach Süden um als erstes auf die Stadt Wollongong zu treffen. Diese verfügte über alles was eine normale Stadt in Australien so braucht: EInkaufsstraße, Skatepark, merkwürdige Dorfjugend und einen Surfstrand. Doch da wir all diese Dinge aus anderen Städten schon größer oder schöner gewohnt waren setzten wir unsere Reise noch am gleichen Tag fort.
So vergingen mehrere Tage die wir der 1 an der Südost Küste folgten und den einen oder anderen netten Ort oder National Park besuchen konnten. Wir besuchten die Fitzroyfalls wo wir einen der weltberühmten Lyrebirds sahen und die Mimosa Rocks, die wie immer alle heilig waren für die Aboriginis.


Dabei überquerten wir auch bald die Staatsgrenze nach Victoria, dem kleinsten der "richtigen" australischen Staaten.
In diesem Staat gibt es viele tolle Dinge zu erkunden und so haben wir unsere "Ehrenrunde" hierher verlegt. Bald nach der Staatsgrenze gab es dann auch die erste wichtige Entscheidung zu treffen. Wir hatten die Möglichkeit direkt nach Melbourne durch zu fahren oder noch eine zusätzliche Südkurve zu wählen, die uns direkt am Wilson Promotory NP und an der Pinguin Parade vorbei führt.
Wir entschieden uns glücklicher Weise für die Südkurve denn als große Nationalpark Fans wollten wir uns Wilson Prom nicht entgehen lassen. So verbrachten wir die Nacht in einen kleinen Ort vor den Grenzen des NP um am Morgen so schnell wie möglich in das Reservat aufzubrechen.
Dabei stellten wir fest warum der Park der ganze Stolz der Melbourner ist und das er rege besucht wird. Er war ausgebaut wie der Park um Uluru und gespickt mit freundlichen Rangern, hervorragenden Straßen und einem tollen Campingplatz.
Nachdem wir am Eingang unsere Fee bezahlt hatten fuhren wir direkt in das Herz des Parks nach Tidal River, von wo aus die meisten Wanderwege starten. Wir wählten drei Wege mittlerer Länge aus, die wir an diesem Tag begingen. Wir wurden in vielerlei Hinsicht rundum gut versorgt. Die wege waren angenehm zu gehen, gut ausgebaut, aber mitunter schlecht beschildert. Wir sahen tolle Hiedelandschaften, schottische Hügel, Sanddünen, Berge, Täler, Wiesen, Strände, Inseln, Buchten, unglaublich blaues Wasser und einen Wombat.Ein putziges kleines Kerlchen, das aussieht wie ein kleiner Bär. Es schaut etwas verschlafen und scheint ziemlich gemütlich zu sein, vorallem wenn es einen großen Busch Graß abmampft. Es hat sich von uns jedenfalls nicht stören lassen obwohl wir ihm bis auf gut einen Meter auf die Pelle gerückt sind.

 

Doch recht schnell haben wir bemerkt, dass wohl noch ein zweiter in der Nähe sein muss, denn wir konnten einen leises Niesen und deutlich lauteres Schmatzen vernehmen. Nach kurzem schauen und etwas warten fanden wir dann auch die Quelle, es war ein Babywombat, das interessanter Weise nicht wir Mutti braun sondern eher grau Behaart war.
Nach diesem tierischen Erlebnis krönten wir den Tag noch mit der Aussicht vom Mount Oberon, einem der Berge des Parks. Er hat wohl etwas mehr als 800m, bietet eine gigantische Aussicht und ist zu Fuß auf jeden Fall sehr sehr hoch.


Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, ich hoffe die Bilder vermitteln etwas von den wunderbaren EIndrücken. Nach dem Abstieg gönnten wir uns noch eine warme Dusche auf dem Campingplatz und machten uns danach wieder auf den Weg nach Yanaki, unserem Rastplatz der letzten Nacht.
Am nächsten Morgen ging es dann für uns weiter nach Phillip Island, einer kleinen Insel etwas südlich von Melbourne. Im Sommer ist die Insel ein Ferien Paradies und wichtiger Ausflugsort für die Melbourner, doch im Winter ist sie eher kaum besucht.
Jedoch laden die Naturattraktionen bei jeder Jahreszeit zu einem Besuch ein. Zu sehen gibt es die Nobbies, Felsinseln vor der eigentlichen Insel, die für die Seelöwen Australiens einen hervorragenden Ort zur Aufzucht ihrer Jungen bieten. Leider gibt es im Winter nur wenige zu sehen und wenn man sein Fernglassen vergessen hat, kann man gerade so die Steine erkennen. Jedoch wurde auf ein pompöses Infocenter für die Besucher eingerichtet, das einige Informationen, ein Café und einen Geschenkshop bot. Doch das wichtigste war, dass dort kein Lüftchen wehte.


Nach unserem Besuch der Nobbies ging es weiter zu einem stürmischen Strandspaziergang und danach zu den kleinsten Piguinen der Welt. Die Little Pinguins leben an der südlichen Küste Australiens und die größte Kolonie auf hat sich auf Phillip Island angesiedelt. Dort gibt es jeden Abend ein putziges Schauspiuel zu bestaunen, wenn sich bei Einbruch der Nacht kleinen Gruppen von noch kleineren Piguinen kurz vor der Küste sammeln um dann gemeinsam den Strand zu überqueren um zu ihren Bruthöhlen zu gelangen.
Zusätzlich gibt es noch ein recht nettes Infocenter zu besuchen, das glücklicher Weise im Eintrittspreis von 20,40 $ inklusive ist. So fanden wir uns rechtzeitig auf den Rängen der ans Kalkbergtheater erinnernden Tribünen ein um die Dämmerung abzuwarten.
Im Besucherzentrum hatten wir bereits gelernt, dass im Winter wenige Piguine an Land kommen, da sie keine Jungen zu versorgen haben. Doch am Abend zuvor gab es 251 der kleinen Frack-Träger zu bestaunen.
Bald nach einbruch der Dunkelheit ging es dann auch los, eine Gruppe der etwa 30 cm großen Piguine wurde mehr oder weniger an Land gespült, etwas von den lokalen Seemöwen geärgert und spazierte dann schnurstracks in die Heidelandschaft zu ihren Höhlen.
Danach folgte ein Einzelkämpfer, der seine restliche Gruppe verloren hatte und wagte sich allein auf den weiten Weg. Nach einem kleinen Moment Pause folgte noch eine dritte Prozession die jedoch für diesen Abend die letzte bleiben sollte. So sahen wir von den erhofften 200 Piguinen ca 20 und waren etwas enttäuscht. Doch dafür wurden wir auf dem Weg zurück zum Auto mit einigen weitern Pinguinen belohnt, die sich vor ihre Höhlen begeben hatten um den neusten Tratsch mit den Neuankömmlingen zu teilen.


Doch auch diese Show war vorbei und wir machten uns auf den Weg zurück zur Autobahn in Richtung Melbourne von wo aus wir uns jetzt melden.

Soweit erstmal...
Florian und Malte

2 Kommentare 7.8.09 06:36, kommentieren

Die Ostküste bis Newcastle

Hey hey,
es ist ja schon fast Jahre, wenn nicht Jahrhunderte her das wir uns gemeldet haben. Uns viel das vor allem auf, weil wir kaum noch wussten, was in unserem letzten Eintrag stand, oder wo er geschrieben wurde. Es könnte also vorkommen, dass einige Informationen auf der Strecke bleiben oder doppelt erwähnt werden - wir bitten dafür schonmal im Voraus um Verzeihung!

Seit unserem letzten Blogeintrag sind wir schon wieder etliche Kilometer gefahren. Unser erstes Ziel war Bundaberg, eine eigentlich nicht weiter interessante Ostküstenstadt, die aber einen gewaltigen Vorteil hat. Sie beheimatet die zumindest australienweit, wenn nicht sogar weltweit, bekannte Bundaberg-Rum-Destillery. Wenn diese grad wieder explodiert ist, wird die Stadt zu einem riesigen Rumbrunnen, wie wir bei der Destillerytour erfahren haben. So geschehen anno 1936, oder so. Die Erinnerung an eine genaue Zahl wurde leider durch die Gratisproben zunichte gemacht. Schade.
Ansonsten hatte Bundaberg nichts erwähnenswertes zu bieten, oder wir erinnern uns nicht mehr dran, aber wir hatten einen "Bundy-good-day".



Durch die belebende Wirkung des Rums belebt, ging es dann auch weiter Richtung Süden. Das nächste Ziel war die Sunshine Coast, welche zusammen mit der Gold Coast eines DER Reiseziele der Australier darstellt. Das Wetter an der Sunshine Coast machte seinem Namen alle Ehre und war mit Sonne erfüllt. Die Küste an sich ist ein endloser perfekter Strand, die Orte sind klein und gemütlich. Alles in allem kann man verstehen, warum es hier so viele Australier hinzieht. Uns zog es aber weiter gen Süden, obwohl die Temperaturen merklich nachließen- es ist halt Winter hier.


Zwischen der Sunshine und der Gold Coast liegt eine kleinere Ansammlung von Häusern, Brisbane genannt. Diese Stadt erfuhr nach der 1988 hier abgehaltenen Expo einen Aufschwung und so leben in der Hauptstadt von Queensland mittlerweile rund 2 Millionen Menschen. Uns wurde die Stadt als "langweilige Haupstadt ohne Inhalt" beschrieben, aber da wir alles was Australier nicht mögen eigentlich mögen, hatten wir keine Vorbehalte.
So wurde am ersten Tag die Stadt erkundet und für eigentlich recht nett gehalten. Leider gab es doch keine Tickets mehr für die bevorstehende State Of Origin Rugby-Prügelei, sodass wir diese leider im Fernsehen sehen mussten. Der 2. Tag wurde ausgiebig im "Sciencecentre" verbracht, wo es jede Menge Technik zum ausprobieren gab. Eigentlich eher für ein jüngeres Publikum gedacht, hatten auch wir 2 Spielkinder jede Menge Spass und verbrachten viele Stunden in dem eigentlich gar nicht so großen Museum, in dem wir 3D Viergewinnt gespielt und etliche andere "Spielzeuge" ausprobiert haben. Am Abend galt es dann "unser" Team anzufeuern, wenn auch nur vor einer Leinwand in einer Kneipe. Wie es dann auch immer ist, verlor Queensland prompt das Spiel - haushoch - aber trotzdem wurden sie "State Of Origin"-Meister, da sie die ersten beiden Spiele gewonnen hatten. Als Highlights gilt es vor allem die schöne Schlägerei in der letzten Minute hervorzuheben, die vollkommen war, aber immerhin einen Spieler ins Krankhaus gebracht hat... und da sage nochmal einer Fussball sei brutal. Wir hatten unseren Spass, so viel ist sicher.



Nach Brisbane, wo einer von uns übrigens alt wurde, ging es ca. 80 km weiter an die berühmte Gold Coast mit dem Hauptort Surfers Paradise. Dieser Küstenabschnitt ist nicht so beschaulich wie die Sunshine Coast geblieben, sondern sieht aus der Ferne eher aus wie eine Millionenmetropole. Hochhäuser so weit das Auge reicht. Bevölkert wird sie eigentlich von niemandem, aber 3 Millionen Besucher jedes Jahr sorgen doch für Inhalt in den Straßen. Vor allem viele Asiaten gibt es zu beobachten, vor allem Abends beim feiern ein großer Spass. Australier sollen ja einen Ruf als "Partytiere" haben, dieses konnten wir bisher eigentlich nicht feststellen, aber hier in Surfers konnte man abends doch gut feiern und hatte dabei seinen Spass und traf viele interessante Charaktere, die einem lange in Erinnerung bleiben werden.


Florian machte dem Ortsnamen dann noch alle Ehre und versuchte sich am surfen. Auf jeden Fall ein großer Spass, der aber doch viel Übung abverlangt.
Nach einer Woche "Paradise" ging es dann aber auch weiter Richtung Süden. Byron Bay war das nächste Ziel.

Byron wurde uns herzlichst empflohlen, wir waren also gewarnt. Und siehe da - für uns irgendwie nicht so spannend, wie versprochen. Ein netter Küstenort mit vielen Backpackern, aber eigentlich war nichts los. Wir besuchten Cape Byron, den östlichsten Punkt von Festlandaustralien und schauten uns ein wenig um. Aber viel zu tun gab es nicht. Vielleicht lags aber auch nur am Winter und dem kühlen Wetter? Wir behaupten das einfach mal.



Der Weg gen Süden wurde dann allerdings kurz unterbrochen, wir verirrten uns in den Washpool National Park. Obwohl es land einwärts doch etwas kühler war als gedacht und gewollt, hielten wir es dort gut aus. Der Regenwald verliert einfach nicht an Faszination und ihn zu erkunden macht einfach Spass. Außerdem hatten wir etwas Ruhe nach dem stressigen Tagen an Gold Coast bitter nötig - wer möchte nicht solche Probleme haben! Aber ehrlich, die Ruhe war gut.
Von Washpool ging es dann doch wieder in die vorherbestimmte Richtung - nach Süden.
Mittlerweile sind wir in Newcastle angekommen und haben etliche Ostküstenhighlights hinter uns, wie z.B. die Big Banana und den Big Lobster (oder ähnliches). Riesige Plastikfiguren, die als Werbung fungieren sollen, aber doch etwas seltsam wirken und manchmal dazu verleiten an dem Verstand ihrer Erbauer zu zweifeln.

So weit erstmal von uns,
Florian und Malte

1 Kommentar 29.7.09 07:26, kommentieren

Pfingstinseln?!

Auch in Australien ruht das Leben nicht, auch wenn es es hier nicht so eilig zu haben scheint.
Auch wir sind nicht zur Ruhe gekommen, sondern setzten unseren Weg gen Süden fort. Auch wenn Cairns uns ein schönes zu Hause geboten hat, so gab es noch so viel mehr im Norden von Queensland zu sehen.
Aus Cairns sollte unsere Reise erst noch etwas gen Norden gehen und sowohl Port Douglas, als auch Cape Tribulation waren uns von anderen Reisenden als wichtige Orte einer kompletten Australienerkundung angepriesen worden.
So brachen wir aus Cairns auf, um den Ferienort Port Douglas zu erforschen. Die Fahrzeit betrug etwa zwei Stunden und wir wurden belohnt mit einem angenehmen Strand, warmem Sonnenschein und einer doch sehr finanzstarken Klientel, um es neutral auszurücken.
 
Jedoch war dieser Ort der Reichen und Schönen keine Option für zwei Traveller wie uns und so fuhren wir sogleich weiter in Richtung des Camp Tribulation, dem letzten zivilisierten Außenposten an der Ostküste Australiens.
Doch nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir die Fähre und beschlossen noch einmal die Karten zu studieren und unsere Möglichkeiten abzuwägen. Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass man ein 4WD benötigt, um dort auch nur einigermaßen zurecht zu kommen und so beschlossen wir den Rückzug anzutreten und einen Schlafplatz zu suchen.
Dies gelang auch recht schnell und wir wurden sogar mit einem Geheimspot der Campergemeinde belohnt und konnten am nächsten Morgen den Sonnenaufgang am Strand bewundern.
Von diesem traumhaften Ort brachen wir am nächsten Morgen zeitig auf, um die Atherton Tablelands zu erkunden. Eine urtümliche und sehr verwunschene Hügellandschaft, die stark an das Auenland erinnert und hoch oben auf einem Plateau in den Bergen liegt.
 
Dorthin gelangten wir mit unserem Ronnie über eine gewundene Straße, die durch den dichten Dschungel der Berghänge führte und für australische Verhältnisse eine fahrerische Meisterleistung verlangte.
Oben angekommen war die Stadt Kurranda unser erstes Ziel. Sie ist der touristische Außenposten in den dichten Urwäldern, jedoch nach unserem Ermessen zu gut erschlossen. So führen sowohl eine historische Bahnstrecke als auch eine sogenannte Skyrail (Seilbahn) mehr oder weniger direkt in die Stadt.
Wahrscheinlich der leichten (aber teuren) Erreichbarkeit geschuldet verkehrten in der kleinen Stadt halbe Pilgerströme, die sich mit den vielen Touristenattraktionen beschäftigten und sich auf dem örtlichen Markt und im giftigen Zoo die Zeit vertrieben.
Nach einer kleinen, aber nicht besonders schönen Wanderung begaben wir uns auch schnell wieder auf den Weg, denn sowohl die Preise als auch der seichte Anspruch der Aktivitäten gefiel uns nicht besonders.
Danach ging es weiter in Richtung der Hauptstadt der Tablelands, Atherton. Dort kauften wir ein und beschlossen auf einem nahen Campingplatz im Nationalpark die Nacht zu verbringen. Doch an unserem Ziel angekommen mussten wir feststellen, dass die Campingerlaubnis vor der Anreise eingeholt werden muss und so kehrten wir "unverrichteter" Dinge nach Kairi zurück und verbrachten dort die Nacht auf dem örtlichen Rastplatz.
Dort begegneten wir auch unseren Nachbarn aus Cairns, neben denen wir dort schon eine Weile zelteten. So konnten wir gleich die Erfahrungen des Tages austauschen und beschlossen, am nächsten Tag den Nationalpark zu erkunden, in dem wir eigentlich diese Nacht verbringen wollten.
Frisch gestärkt brachen wir nach dem Frühstück in das Stück mehr oder weniger unberührter Natur auf, um dort einen als anspruchsvoll beschriebenen Wanderweg zu erkunden. Dieser war bereits am Eingang mit der Warnung versehen, dass eventuell Objekte den Weg versperren und gesagt getan, in alter Rangermanier lag sogleich ein dekorativer Baumstamm quer über den Weg, der jedoch eher noch zu den kleineren Kalibern gehörte.
Doch davon ließen wir uns natürlich nicht aufhalten und marschierten fleißig weiter über einen Weg, der von Laub bedeckt immer enger zu werden schien. Doch einige spärlich gesäte Wegzeichen zeigten uns, dass wir noch nicht verloren waren. Doch plötzlich lag er vor uns, der König der Roadblocker, ein Baum epischer Größe versperrte den Weg, doch eine glorreiche Expedition konnte einen Weg durch seine Wipfel auf die andere Seite des Pfades finden und zum Glück konnten wir diesen entscheidenden Moment auf Video bannen.
 
Auch die bald darauf folgende Creek-Durchquerung konnten wir dokumentarisch festhalten und sie sorgte bereits mehrfach für abendliche Erheiterung. Der restliche Weg ist eher als ereignislos zu bezeichnen und endete mit zwei verwirrten Europäern im Urwald. Die Australier hatten einfach am Schild, das einem den Weg zurück zum Parkplatz weisen sollte gespart. Doch mit allen uns gegebenen Pfadfinderfähigkeiten – keine - haben wir mit Glück Ronnie wiedergefunden.
Danach wartete noch ein riesiger Fig-Tree auf uns, den wir mit der nötigen Bewunderung besuchten.
 
Danach ging es weiter durch die vielen Hügel der Tablelands und besuchten etliche Wasserfälle der Region, die zugegebenermaßen sehr dekorativ in der Landschaft verteilt wurden.
 
Doch zum Baden hat die Temperatur der Seen und Holes nicht eingeladen und so ließen wir sie links liegen.
Doch jedes Abenteuer muss ein Ende haben und so kehrten wir im weiten Bogen zurück nach Townsville, das uns bereits etwas über eine Woche zuvor ein großartiges zu Hause geboten hat. Doch leider wurde unser zweiter Aufenthalt von einigen Probleme mit Ronnie überschattet, doch war es nichts, was eine Werkstatt nicht lösen konnte. Und dank der langen Wartezeit konnten wir noch einige Tage am Strand verbringen und trafen dort auf Andre, ein etwas merkwürdiger, aber unterhaltsamer Bewohner Townsvilles, der uns sogleich zu sich zum Vorglühen am Freitagabend einlud.
 
Es stellte sich heraus, dass es ein sehr sprachenbegabter junger Mann war, dem wir sogleich essentielle deutsche Sätze beibrachten. So kann er nun  seinem zweiten Oktoberfestbesuch sicheren Schrittes entgegen gehen.
Doch aus Townsville konnte man bequem den Bowling Green Bay NP erreichen. Dieser bot uns Natur, Wasserlöcher und einen schönen Wasserfall. Um diesen zu sehen, musste man einen 8,5 km One-Way Wanderweg hinter sich bringen, wurde aber mit einer tollen Aussicht und vielen Mossis belohnt.
 
Aber wir wollen nicht meckern, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Doch auch beim zweiten Besuch in Townsville gab es nicht mehr zu erkunden und so beschlossen wir unseren Weg nach Süden fortzusetzen und machten uns auf den Weg ins gelobte Land der Partys und guten Laune - Airlie Beach.
 
Dieser kleine Küstenort wurde uns auf unserem Weg so oft ans Herz gelegt, dass wir ihm einfach nicht entgehen konnten, zumal er uns das Tor zu den Whitsundays öffnete.
Von dort starteten wir eine eintägige Rundfahrt und besuchten die drei schönsten Spots der 74 Inseln. Unter anderem den White Haven Beach, einen der 10 schönsten Strände der Welt.
 
Wir sahen viel schöne Natur, einen beeindruckenden Strand und bekamen quasi gratis eine gute Erinnerung an das Leben in Deutschland, denn wir saßen in einer rein deutschen Sitzecke. So setzte bald ein "Gespräch" über die zu grelle Beleuchtung (Sonnenschein) und das zu blaue Wasser ein, was nur noch durch den überhöhten Reisepreis und die unsanfte Fahrt überboten wurden. Mit anderen Worten, es gab viel zu meckern, und wie Deutsche so sind, durfte jeder was davon haben.
Wir waren sehr zufrieden mit der Fahrt, auch wenn wir uns einen Wal gewünscht hätten um unsere Tierstatistik zu vervollständigen.
Unsere Fahrt füllte den gesamten Freitag und doch wollten wir uns die endlose Party in den Nightclubs von Airlie Beach nicht entgehen lassen und uns für den Samstag warmfeiern. So brachen wir am Abend so gegen 9 Uhr auf, um die Partymeile zu erkunden. Doch alles, was wir fanden, waren drei halb gefüllte Bars. Wir entschieden uns für die attraktivste, da sie Livemusik bot. Dort sahen wir Poorman beim NakedRun im Fernsehen und den betrunkensten Australier, den man sich vorstellen kann. Doch um 11 war der Budenzauber aus und wir gingen schlafen.
Überwältigt von der schieren Partyatmosphäre brachen wir am Samstag so schnell es ging aus dem Kaff auf und ließen es ohne eine Träne zu vergießen hinter uns, um unseren Weg nach Mackay fortzusetzen. Es waren nur 250 km, aber die Enttäuschung war trotzdem groß. In Mackay gab es nichts... vllt noch etwas weniger.
Doch nur wenige Kilometer außerhalb von Mackay versprach ein kleiner Wegweiser den Eungella NP. Ein kleines Fleckchen geschützter Erde, in der zwei Dinge für die Besucher bereit gehalten werden. Zum einen gibt es eine Vielzahl interessanter und längerer Wanderwege, die sehr ansprechende Ziele bieten. Von diesen haben wir zwei erkundet und waren sehr zufrieden, so gelangten wir nach 5,7 km Marsch zum Lookout "Skywindow", der diese großartige Aussicht bot.
 
Zum zweiten gibt es dort eine echte Rarität zu sehen, ein lebendes Fossil, das seit Jahrtausenden überdauert und sich nicht weiter entwickelt hat. Zudem gibt es es nur in Australien, genießt dafür aber weltweiten Ruhm. Die Rede ist vom Schnabeltier oder dem Platypus. Jedoch sind diese, wie die große Ankündigung vermuten lässt, sehr selten, aber wir können voller stolz verkünden: "Wir haben eins gesehen!". Wir mussten nur einen Augenblick Geduld beweisen und schon tauchte aus dem etwas trüben Flussbett ein kleines Wesen mit Entenschnabel und Biberschwanz auf, schwamm eine kleine Runde und tauchte dann schnell wieder ab. Die Show war nur kurz aber gut und das ist alles was zählt. Ich für meinen Teil bin völlig hin und weg und bin bereits auf der Suche nach einem passenden Terrarium.
Nach unserem Ausflug ins Grüne kehrten wir zurück nach Mackay, jedoch konnten wir auch bei unserem zweiten Besuch keine interessanten Sehenswürdigkeiten ausmachen und so verließen wir die Stadt sehr schnell wieder. Dafür fanden wir einen genialen Campingspot, von dem aus wir euch schreiben.
Somit seid ihr jetzt wieder auf dem neuesten Stand und sobald wir etwas Neues erlebt haben, schreiben wir auch wieder.
So long...
Malte und Flo

3 Kommentare 9.7.09 02:52, kommentieren

bis zum großen Riff

Moin Moin,

Malte und ich waren in der letzten Zeit sehr fleißig und haben einiges erlebt. Daher hatten wir auch wenig Zeit euch auf dem Laufenden zu halten, aber die Zeit soll jetzt vorüber sein.
In Townsville vonwo aus wir uns das letzte mal gemeldet haben, sind wir aufgebrochen zu großen Abenteuern auf die Insel Magnetic Island, die ihren Namen von dem großen Entdecker Capitain James Cook, der erste europäische Entdecker Australiens, der vor besagter Insel Probleme mit seinem Kompass hatte.
Diese malerische Insel ist von fast jedem Fleck in Townsville zu sehen und sieht sehr verheißungsvoll aus. Sie ist zu drei vierteln ein Nationals Park und der Rest ist aufgeteilt in kleinere Städte, in denen zumeist Pendler leben die in Townsville arbeiten.
Dieses kleine Paradies erreichten wir am Morgen des ... per Katamaran-Fähre, die für die Strecke ca 20 Minuten brauchte.
Da man National Parks am besten zu Fuß erkundet haben wir uns auf einen ganzen Tag es Wanderns eingestellt und sind mit vollen Vorräten und gutem Mut aufgebrochen. Das Wetter war fantastisch und die Strecken über die Insel angenehm fordernd.
Nach einem anstrengenden Waldstück erreichten wir eine Straße, der wir kurze Zeit folgten und dann in Richtung der Forts auf den nächsten Wanderweg abbogen.


Dieser war extra als "Koala-Besichtigungs-Route" ausgeschildert und was sollen wir sagen. Wir haben die kleinen grauen Perlzkugeln gefunden und sind ihnen sogar sehr nahe gekommen. Denn man kann sich ihnen mühelos auf 1-2 m nähern, ohne dass sie Notiz zu nehmen scheinen.
So konnten wir auf einige Nahaufnahmen machen, die wir euch natürlich gerne zur Verfügung stellen wollen.


Doch dieser glückliche Fund ereignete sich erst am späten Vormittag, so lag der größere Teil des Tages noch vor uns. Wir wanderten querfeldein über die Insel, durch verschiedene Wälder und kamen das eine oder andere mal an einen idyllischen Strand.
Schließlich beschlossen wir ab Horseshoe-Bay einen Bus zurück zum Fähranleger zu nehmen, doch da wir keine Haltestelle ausfindig machen konnten wanderten wir auch den letzten Weg. So können wir für diesen Tag wohl auf eine Strecke von ca 20-25 km zurück blicken und sagen, dass wir nun die gesamte Insel kennen.
Am nächsten Tag beschlossen wir das Reef HQ zu erkunden, ein Aquarium in Townsville, dass einen Einblick in das Leben am Great Barrier Reef gibt. Es ist das größte Aquarium, das künstlich Korallen am Leben erhält. Zudem gibt es alle möglichen Arten von Fischen und Haien etc zu sehen. Zusätzlich bieten Freiwillige Touren und Shows an, die sehr nett, offen und kostenlos sind. Das Beste war eine Show im Jäger-Becken, bei der ein Taucher per Funk aus dem Aquarium den Zuschauern die verschiedenen Fische erklärt hat. Ein tolles Erlebnis und klasse inszeniert.


Doch bald waren alle Sachen die es in Townsville zu sehen gab erkundet und wir beschlossen unseren Weg nach Norden fortzusetzen.
So begaben wir uns wieder auf den Highway, der A1 und fuhren Richtung Innisfail, der ersten größeren Stadt nach Townsville. Doch da sie in der lächerlichen Entfernung von 200 km von Twonsville lag, war sie schnell erreicht. Dort in der Umgebung erkundeten wir einige sehr schöne Strände, die vorallem mit Einsamkeit und Größe glänzten.
Dort lernten wir auch einen höchst interessanten Vogel kennen, den Cassowaries. Ein Vogel von Größe und Statur dem Emu nicht unähnlich, mit schwarzen Federn, messerscharfen Klauen und einem blauen Hals. Dieser seltene Bewohner der Wälder scheint das Herz aller Innisfailbewohner zu gehören, das legt zumindest die Zahl der schilder Nahe.
Jedoch war es uns nicht vergönnt einen dieser Vögel zu sehen bis wir in einen Regenwald nahe Innesfail fuhren um den größten Singel-Drop-Wasserfall Australiens zu bewundern. Auf der Straße durch das dichte Unterholz erschien er wie aus dem nichts und verschwand genau so schnell wieder, nachdem er uns einige Meter begleitet hatte.


Der Rest der Fahrt blieb recht ereignislos und wir erreichten schnell uns sicher den Wasserfall, der durchaus eine beeindruckende Größe besitzt.
Doch dies was auch nur eine Station auf dem Weg ins weltbekannte Cairns, dem letzten großen Außenposten der Zivilisation bevor es in die Wildnis der Cap York Peninsula geht, einem Gebiet von der Größe Deutschlands mit insgesamt 3 geteerten Straßen. Und beliebtester Ausgangspunkt für Touren zum Great Barrier Reef.
Doch soweit waren wir noch nicht, denn was wir ersteinmal suchten war etwas zum einkaufen, duschen und entspannen. Und wie es in größeren Städten so ist, man findet alles. Für das Einkaufen und Entspannen war schnell gesorgt, denn wir fanden eine Mall, in der wir ein Coles antranfen und ein JB Hifi, in dem wir gegeneinander mittlerweile jeden Tag mehrer Partien Guitar-Hero spielen konnten.
Auch für die Duschen war schnell gesorgt, denn Cairns bietet seinen Besuchern ein tolles öffentliches und kostenloses Schwimmband, da man das Meer auf Grund von Krokodilgefahr nicht betreten darf. Doch wie es sich für jedes gute Schwimmbad gehört, sind auch ein paar Duschen zu finden, die in unserem Falle sogar beheizt sind. Doch leider meint es die Stadt Cairns mit ihren Gesten etwas zu gut, denn die kalt duschende Gemeinschaft der Traveller trifft hier auf so warme Duschen, dass man sich kaum darunter begeben kann.
Aber dieser erste Gedanke stellt sich recht schnell als falsch heraus, denn an unserem dritten Tag in Cairns begaben wir uns auf den Weg zum großen Riff, an Bord eines Katamarans. Wir buchten die Reef-Experience mit dem Versprechen, wir würden am folgenden Tag das beste Wetter der ganzen Woche erleben. Doch leider sind die Wettervorhersagen in Australien nicht so sicher, wie man es sich er hofft. So standen wir am nächsten Morgen in Nieselregen und unter grauen Wolken auf dem Sonnendeck des Bootes und blickten auf das langsam hinter uns verschwindende Queensland.
Die Crew war auf jeden Fall bester Laune und versorgte uns mit allerlei Sicherheitshinweisen etc. Und so verging die ca 1 stündige Fahrt zum Outer Reef wie im Fluge und wir erreichten unsere erste Station des Tages, bei der es sogleich in das Wasser ging und für mich in Tauschgruppe eins zum ersten Tauchgang meines Lebens.


Doch was soll ich sagen, es ist wie unter Wasser schwimmen mit Atmen durch den Mund, soweit also kein Problem. Doch leider musste der durchaus Famose Tauchgang recht schnell dem Ende zu gehen, da an diesem Tag noch 10 weitere Gruppen tauchen wollten. So stieg ich von der Pressluftflsche auf den Schnorchel um erkundete die Welt des Riffs für mich allein.
Doch das nächste Highlight folgte nach meiner Rückkehr zum Schiffe auf dem Fuße und ich nahm Platz neben Malte auf dem Glasbodenboot, dass auch den wasserscheueren Mitfahrern die Welt der Fische oder das Aquarium Gottes näher bringen sollte. So blieb mir keine Zeit mich abzutrocknen und ich fuhr noch im Wetsuit mit. Wir sahen viele interessante Fische und zwischen den Tauchern und Schnorchlern wurden die ersten Entdeckungen ausgetauscht.
Leider stellte ich nach der Rückkehr zum Schiff fest, dass das Wetter auch eine gewisse Abkühlung zur Folge hatte und man kurz nach dem Ausziehen des Neopren-Anzugs zu frieren begann. So verfrohren wir zu zweit die Zeit bis zum Lunch, der aus Salaten und etwas Fleisch bestand. Durchaus lecker, aber für zwei frierende Gestalten wie uns nicht das Optimum.
Kurz darauf ging es innerhalb von 20 Minuten Fahr weiter zum zweiten Spot des Tages.
Dort stand die Entscheidung an, ob man sich auf einen weiteren Tauchgang wagen wolle. Doch da diese Entscheidung auch nach einem ersten Anschnorcheln getroffen werden konnte, entschied ich mich ersteinmal für die kostenfreie Version des Schnorchelns und ich wurde nicht enttäuscht.
Denn da ich vom ersten Spot etwas enttäuscht war gefiel mir der zweite umso besser, da hier auch entlich die berühmten weichen Korallen zu sehen waren, so wie die bereits gesehen festen und scheinbar unendlich viele verschiedene Arten von Fischen.
So konnte ich beim Schnorcheln eine der versprochenen Schildkörten entdecken, die gemächlich und in voller Anmut neben mir her schwamm und das eine oder andere Mal zum Luft holen auftauchte. Einige Meter weiter traf ich auch auf einen kleinen Hai, den ich nur wenige Meter verfolgen konnte, da er im Wasser eindeutig schneller war als ich. Er hatte ja auch drei Flossen und ich nur zwei .
Aber es gab ja noch so viel mehr zu sehen, wie z.B. kleine Nemos und Doris und wie man sie alle aus dem Film kennt. So blieb für mich der zweite Tauchgang auf der Strecke, da ich von 1,5 Stunden am Spot bereits 1 Stunde mit dem ersten Schnorcheln zubrachte. Und der zweite Grund war, dass ich eher aufpassen musste nicht in die hohen Korallen zu treiben, denn der Grund war an dieser Stelle höchstens 7 Meter entfenrt, eine Distanz, die ich auch mit einem Atemzug gut überbrücken konnte. So war es egal ob ich 30 Sekunden oder 30 Minuten unter Wasser bleiben konnte.
Nach meiner Rückkehr stand erstmal eine warme Dusche an, die das Frieren minderte, aber auch nicht die Lösung brachte. So verforhren wir auch die 1,5 Stunden Rückfahrt und schauten den halben Film "Findet Nemo". Zurück im Hafen wünschte wir uns nichts sehnlicher als eine heiße Dusche und... wie es das Leben so will, gab es ja ein paar viel zu heiße Duschen am Schwimmbad, die uns den restlichen Tag versüßten.
Nun liegen noch ein paar praktische Dinge vor uns in Cairns, so wie erneutes Einkaufen und Waschen. Danach geht es wohl weiter nach Port Duglas, dem aller letzten Außenposten der Zivilistation und danach in die Tabellands, dem Regenwald, der in Cairns direkt bis an die Küste reicht. Mit anderen Worten gibt es noch viel zu sehen und bestimmt bald einen neuen Bericht.

Liebe Grüße
Malte und Flo

1 Kommentar 20.6.09 05:42, kommentieren

Bis nach Townsville

Und schon ist es wieder einige Tage her, dass wir euch daheim auf den neusten Stand gebracht haben.

Nachdem wir uns geruhsam wieder in Darwin eingelebt haben, beschlossen wir uns nicht weiter auf die faule Haut zu legen sondern weiterhin die Umgebung von Darwin unsicher zu machen. Von unserem Nachbarn Andrea erfuhren wir, dass der Litchfield Nationalpark ein weiteres lohnendes Ausflugsziel sei, in dem man einiges erleben und zusätzlich günstig und gut campen kann.
So machten wir uns in den etwa 2 Stunden entfernten Park auf, der als großes Ausflugsziel der Bewohner von Darwin bekannt ist. Die Beliebtheit gründet sich auf drei Dinge, einer guten Erreichbarkeit, schöne Natur und mehreren tollen Bademöglichkeiten, wie Rockpools und dem Florence-Fall.
Nun von den drei wichtigesten Pluspunkten können wir allen vollends zustimmen und haben auch alles ausführlich genossen. Am Tag unserer Ankunft fuhren wir zuerst zu den Rockpools, die als 5-Sterne-Natur-Spa beschrieben wurden und dort konnten wir den heißen und sonnigen Nachmittag zubringen und die erfrischende Kühle des kristall klaren Wassers genießen.


Danach beschlossen wir den Florence-Fall zu erkunden, der nur einen Steinwurf von den Rockpools entfernt liegt. Ein imposanter Wasserfall, der am unteren Ende einen See bildet, der auch sehr zum schwimmen einlädt. Jedoch war es schattig und sehr voll, daher kehrten wir schnell zu den Rockpools zurück um noch etwas das nun wärmere Wasser zu genießen.
Am Abend trafen wir auf dem Campingplatz der Rockpools ein und mussten feststellen, dass alle Camp-Buchten bereits bestzt waren.
So fragten wir zwei charmante Mädels aus dem UK und der Schweitz ob wir uns zu ihnen gesellen durften. Und was soll ich sagen... wir wurden prompt mit einem herzlichen "Your Welcome" auf ihren Platz gewunken.
So hatten wir einen geselligen Abend und eine gute Nacht, sodass wir am nächsten Morgen frisch erholt zur weiteren Erkundung des Parks aufbrechen konnten. Schließlich warteten noch 2 weitere Wasserfälle, die wir zur Gänze mit Wanderwegen und allem drum und dran erkundeten.


Doch bald zog es uns zurück zu den Rockpools, die eine willkommene Abkühlung in der Mittagszeit brachten. Doch an unserem zweiten Tag in Litchfield was es etwas bewölkt und windig, so blieben wir nur eine halbe Stunde und machten uns danach wieder auf den "Heimweg" nach Darwin.
Dort entwickelten wir auch schnell neuen Tatendrang und sammelten Informationen ob eine Kurzreise nach Asien, Singapore war das Ziel, unser Budget überstrapazieren würden. Leider lernten wir recht schnell, ja der Preis ist günstig, aber leider doch noch zu hoch.
So ging es dann auch schnell weiter Richtung Ostküste um nicht doch der Versuchung von Singapore zu erliegen.
Vor uns lagen nun ca 1000 km bis zur Abzweigung nach Osten und nochmal weitere x100 km bis zur Küste. Diese versuchen wir nun möglichst sparsam hinter uns zu brigen um in Townsville wieder in die Zivilisation zurück zu kehren.
Mittlerweile sind wir hier auch im tiefsten Winter angekommen, dass merkt man dann daran, dass man morgens um 8 Uhr zum Frühstück nicht in kurzen Hosen drausßen sitzen kann, weil ein recht zügiger und kalter Wind weht.
Doch zur Mittagszeit werden wir weiterhin mit Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad versorgt, also ist insgesamt kein Schnupfen zu erwarten.
Dieses Erlebnis lag allerdings zurück in der Wildnis des Queensländischen Hinterlands und gehört nun der Vergangenheit an, denn wir konnte mittlerweile bis nach Townsville fahren und dort wurden wir herzlich begrüßt.
Spritpreise von 1,089 Dollar grinsen uns von den Zapfsäulen her an (zum Vergleich: das sind etwa 60 Euro-Cent und hier haben wir in der Wüste bis zu 1,759 bezahlt) und auch die Nudeln und der Reis sind wieder günstig. Das süße Leben kann also voll weiter gehen.
Heute erkunden wir die Stadt und melden uns bei euch von einem Macces mit kostenlosem Wlan, also wirds dann bestimmt auch die nächsten Tage ordentlich was zu hören geben von uns.

Soweit erstmal, Liebe Grüße an alle daheim
Flo und Malte

2 Kommentare 9.6.09 06:34, kommentieren