Von Adelaide nach Alice Springs

Endlich nach langer Zeit melden wir uns mal wieder bei euch. Bisher war es nach Adelaid, aus dem wir uns nur kurz melden konnten sehr schwer Internet oder irgend eine Form von Anbindung zu bekommen. Aber nun da wir wieder auf Achse sind können wir endlich berichten, was wir alles erlebt haben und auch gleich noch neue und versprochene Fotos nachreichen.
Unser letztes Lebenszeichen stammte aus Adelaide, einer echten Millionenstadt. Dorthin waren wir gefahren um unser Auto umzumelden, einzukaufen und uns auf den Weg nach Alice Springs zu machen. Also nutzten wir die Gelegenheit uns fleißig mit dem Nötigsten einzudekchen (Essen, Trinken, Autoradio, Elektrobauteilen, einer Stromweiche, Ölfilter und Öl und etliche weitere wichtige Dinge wie Bier uns Cookies). Natürlich haben wir uns auch Adelaide als Metropole angesehen und sind in normaler Touristenmanier die Straßen abgelaufen, ständig knipsend und staunend. Wir konnten die wunderbaren, kostenfreien und "interessant" gestalteten Museen über Migration und Naturkunde ansehen, die in schönen Altbauten beheimatet sind. Die Ordnung in den Museen lässt jedoch sehr zu wünschen übrig. So gelangt man von den alten Ägyptern zu den Mineralien, während man kurz an der Tiefsee vorbei schritt um dann aufeinmal vor einem Raumanzug zu stehen -> Prädikat sehr verwirrend, aber dafür ohne Eintritt.


Nach drei Tagen aufenthalt konnten wir uns dann auch bald auf den Weg machen, denn der grobe Plan für den "Rest" der Reise war schnell gefasst und sieht in groben Zügen so aus: Sydney -> Adelaide (Auto) -> Alice Springs (Uluru) -> Ostküste -> Sydney. Jedoch sollte dieser Plan nur die grobe Marschrichtung beschreiben. So beschlossen wir kurz nachdem wir die Grenzen von Adelaide hinter uns gelassen hatten, dass wir auch die Halbinsel "Yorke Peninsula" erkunden wollten. Diese ragt an der Südseite Australiens in den Ozean und hat mit stürmischem Wetter zu kämpfen. Doch für diverse Vögel scheint es genau der richtige Ort zu sein, denn an der Spitze der Halbinsel befindet sich ein extrem vogelreicher Nationalpark, der Innes Nationalpark. Dort haben wir zwei Tage verbracht und den gesamten Park mit tollem Ausblick, schönen Wegen und beschissenem Wetter erkundet. Und was soll man sagen, es hat sich gelohnt. Wir haben zwar nur wenige Vögel gesehen, dafür haben wir unsere ersten (lebenden) Kängoroos und Emus gesehen, womit wir zwei von drei Tierarten die typisch für Australien sind abhaken können.


Außerdem haben wir uns noch fast die ganze Halbinsel angesehen, die vorallem landwirtschaftlich genutzt wird, denn hier regnet es immerhin regelmäßig. Nach Yorke haben wir uns weiter auf den Weg richtig Alice gemacht, sind jedoch nich allzuweit gekommen, denn Flinders Ranges waren unser nächstes Ziel. Hierbei handelt es sich um eine bergige Region weiter im Land, die als "die" Outback-Vorzeigeregion gilt. Dort gibt es Steine, roten Sand, wenige Bäume und viel Sicht. Da der Nationalpark nur 150 km von unserer Streck abweicht, beschlossen wir hier unseren ersten Kontakt mit dem echten Outback zu knüpfen. Wir haben 2 Tage im Park verbracht, sind einen Tag wandern gegangen, was sehr zu empfehlen ist, denn man wird über schmale Pfade durch die Berge geführt und hat einen tollen Ausblick. Ansonsten waren wir mit dem Kampf gegen die Schotterpisten, die einem in diesem Land öfter begegnen, mehr als 2 Stunden beschäftigt. Aber insgesagt können wir sagen, der Park hat sich gelohnt und ist wirklich ein Erlebnis wenn man nicht alles per Auto erkunden möchte. Das ist bestimmt auch einer der Gründe warum der Park so schlecht besucht ist durch Australier. Denn dieses Volk hat wie die Amerikaner das Autofahren zum höchsten Gut erhoben. Es gibt nicht nur Fastfood-, sondern auch Einkaufs-, Alkohol!- und vorallem Sehenswürdigkeiten-Drive-Thrus. Den Service eines Bier-Drive-Thru haben wir auch bereits genutzt und uns einen 30 Dosen BigPack Drought gegönnt, zu Preisen zu denen man auch 5,0 improtieren könnte.
Insgesamt haben wir uns gut in Ronnie eingelebt und genießen die Freiheit eines Wohnmobils, haben genug Platz und sind agil wie eine Bergziege.


Doch die Berge von Flinders Ranges haben wir schon lange hinter uns gelassen. Von dort sind wir über Port Augasta Richtung Uluru und Alice Springs aufgebrochen.

Es dauerte einige Tage und wir sind vorallem laaange Auto gefahren auf Straßen die in Deutschland unvorstellbar wären. Die Highways ziehen sich wie Linealstriche durch das Land und verbinden die beiden Orden auf dem kürzstesten Weg. So sind wir auch innerhalb von 3 Tagen in Curtin Springs angekommen, wo wir unsere letzte Nacht vor Uluru verbrachten, auf einem kostenlosen Campingplatz.

Dort hatten wir das Glück auf zwei Deutsche in unserem Alter zu treffen, die sich am Tag zuvor Uluru angesehen hatten und konnten von ihnen die immernoch gültigen Eintrittskarten für den Park erwerben.

So machten wir uns am nächsten Morgen gleich auf den Weg zum heiligen Stein um seine Pracht und bekanntheit zugenießen. Jedoch mussten wir schnell feststellen, dass wir wieder im Touri-Teil von Australien angekommen waren. Die Apollo und Maui Camperdichte nahm enorm zu und auch die Reisebusse voller Japaner waren plötzlich da!

Doch auch von den allgegenwärtigen Knipsern haben wir uns nicht ärgern lassen und sind einfach vor den Fotografierenden-Horden um Uluru gepilgert und dann schnell nach Kata Tjuta aufgebrochen um möglichst ungestört zu bleiben. Und was sollen wir sagen, es hat geklappt.

Fotos dieser Beeindruckenden Orte folgen natürlich auf dem Fuße, jedoch können wir keine Gipfelbilder vorweisen, denn wir haben uns bewusst gegen eine Besteigung entschieden um die Abourigini-Kultur zu achten.

 

Am Tag nach Uluru haben wir uns zum Kings Canyon aufgemacht um dort die zweite Attraktion der Wüste in relativer Nähe zu erkunden. Es gab einige beeindruckende Naturschauspiele zu sehen auf der durchaus anstrengenden Wanderung.


Von dort aus machten wir uns am nächsten Tag auf nach Alice Springs, aus dem wir uns hier melden. Wir haben hervorrangendes Wetter (29° im Schatten und überraschender Weise trockenes Wetter). Unser Großeinkauf liegt auch schon hinter uns und so machen wir uns im Laufe des Tages auf nach Darwin im warmen Norden um den weltbekannten Kakadu-Nationalpark zu sehen. Von dort aus werden wir uns dann wohl auch beim nächsten mal melden.

 Viele Grüße

Flo und Malte

24.5.09 06:18

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