bis zum großen Riff

Moin Moin,

Malte und ich waren in der letzten Zeit sehr fleißig und haben einiges erlebt. Daher hatten wir auch wenig Zeit euch auf dem Laufenden zu halten, aber die Zeit soll jetzt vorüber sein.
In Townsville vonwo aus wir uns das letzte mal gemeldet haben, sind wir aufgebrochen zu großen Abenteuern auf die Insel Magnetic Island, die ihren Namen von dem großen Entdecker Capitain James Cook, der erste europäische Entdecker Australiens, der vor besagter Insel Probleme mit seinem Kompass hatte.
Diese malerische Insel ist von fast jedem Fleck in Townsville zu sehen und sieht sehr verheißungsvoll aus. Sie ist zu drei vierteln ein Nationals Park und der Rest ist aufgeteilt in kleinere Städte, in denen zumeist Pendler leben die in Townsville arbeiten.
Dieses kleine Paradies erreichten wir am Morgen des ... per Katamaran-Fähre, die für die Strecke ca 20 Minuten brauchte.
Da man National Parks am besten zu Fuß erkundet haben wir uns auf einen ganzen Tag es Wanderns eingestellt und sind mit vollen Vorräten und gutem Mut aufgebrochen. Das Wetter war fantastisch und die Strecken über die Insel angenehm fordernd.
Nach einem anstrengenden Waldstück erreichten wir eine Straße, der wir kurze Zeit folgten und dann in Richtung der Forts auf den nächsten Wanderweg abbogen.


Dieser war extra als "Koala-Besichtigungs-Route" ausgeschildert und was sollen wir sagen. Wir haben die kleinen grauen Perlzkugeln gefunden und sind ihnen sogar sehr nahe gekommen. Denn man kann sich ihnen mühelos auf 1-2 m nähern, ohne dass sie Notiz zu nehmen scheinen.
So konnten wir auf einige Nahaufnahmen machen, die wir euch natürlich gerne zur Verfügung stellen wollen.


Doch dieser glückliche Fund ereignete sich erst am späten Vormittag, so lag der größere Teil des Tages noch vor uns. Wir wanderten querfeldein über die Insel, durch verschiedene Wälder und kamen das eine oder andere mal an einen idyllischen Strand.
Schließlich beschlossen wir ab Horseshoe-Bay einen Bus zurück zum Fähranleger zu nehmen, doch da wir keine Haltestelle ausfindig machen konnten wanderten wir auch den letzten Weg. So können wir für diesen Tag wohl auf eine Strecke von ca 20-25 km zurück blicken und sagen, dass wir nun die gesamte Insel kennen.
Am nächsten Tag beschlossen wir das Reef HQ zu erkunden, ein Aquarium in Townsville, dass einen Einblick in das Leben am Great Barrier Reef gibt. Es ist das größte Aquarium, das künstlich Korallen am Leben erhält. Zudem gibt es alle möglichen Arten von Fischen und Haien etc zu sehen. Zusätzlich bieten Freiwillige Touren und Shows an, die sehr nett, offen und kostenlos sind. Das Beste war eine Show im Jäger-Becken, bei der ein Taucher per Funk aus dem Aquarium den Zuschauern die verschiedenen Fische erklärt hat. Ein tolles Erlebnis und klasse inszeniert.


Doch bald waren alle Sachen die es in Townsville zu sehen gab erkundet und wir beschlossen unseren Weg nach Norden fortzusetzen.
So begaben wir uns wieder auf den Highway, der A1 und fuhren Richtung Innisfail, der ersten größeren Stadt nach Townsville. Doch da sie in der lächerlichen Entfernung von 200 km von Twonsville lag, war sie schnell erreicht. Dort in der Umgebung erkundeten wir einige sehr schöne Strände, die vorallem mit Einsamkeit und Größe glänzten.
Dort lernten wir auch einen höchst interessanten Vogel kennen, den Cassowaries. Ein Vogel von Größe und Statur dem Emu nicht unähnlich, mit schwarzen Federn, messerscharfen Klauen und einem blauen Hals. Dieser seltene Bewohner der Wälder scheint das Herz aller Innisfailbewohner zu gehören, das legt zumindest die Zahl der schilder Nahe.
Jedoch war es uns nicht vergönnt einen dieser Vögel zu sehen bis wir in einen Regenwald nahe Innesfail fuhren um den größten Singel-Drop-Wasserfall Australiens zu bewundern. Auf der Straße durch das dichte Unterholz erschien er wie aus dem nichts und verschwand genau so schnell wieder, nachdem er uns einige Meter begleitet hatte.


Der Rest der Fahrt blieb recht ereignislos und wir erreichten schnell uns sicher den Wasserfall, der durchaus eine beeindruckende Größe besitzt.
Doch dies was auch nur eine Station auf dem Weg ins weltbekannte Cairns, dem letzten großen Außenposten der Zivilisation bevor es in die Wildnis der Cap York Peninsula geht, einem Gebiet von der Größe Deutschlands mit insgesamt 3 geteerten Straßen. Und beliebtester Ausgangspunkt für Touren zum Great Barrier Reef.
Doch soweit waren wir noch nicht, denn was wir ersteinmal suchten war etwas zum einkaufen, duschen und entspannen. Und wie es in größeren Städten so ist, man findet alles. Für das Einkaufen und Entspannen war schnell gesorgt, denn wir fanden eine Mall, in der wir ein Coles antranfen und ein JB Hifi, in dem wir gegeneinander mittlerweile jeden Tag mehrer Partien Guitar-Hero spielen konnten.
Auch für die Duschen war schnell gesorgt, denn Cairns bietet seinen Besuchern ein tolles öffentliches und kostenloses Schwimmband, da man das Meer auf Grund von Krokodilgefahr nicht betreten darf. Doch wie es sich für jedes gute Schwimmbad gehört, sind auch ein paar Duschen zu finden, die in unserem Falle sogar beheizt sind. Doch leider meint es die Stadt Cairns mit ihren Gesten etwas zu gut, denn die kalt duschende Gemeinschaft der Traveller trifft hier auf so warme Duschen, dass man sich kaum darunter begeben kann.
Aber dieser erste Gedanke stellt sich recht schnell als falsch heraus, denn an unserem dritten Tag in Cairns begaben wir uns auf den Weg zum großen Riff, an Bord eines Katamarans. Wir buchten die Reef-Experience mit dem Versprechen, wir würden am folgenden Tag das beste Wetter der ganzen Woche erleben. Doch leider sind die Wettervorhersagen in Australien nicht so sicher, wie man es sich er hofft. So standen wir am nächsten Morgen in Nieselregen und unter grauen Wolken auf dem Sonnendeck des Bootes und blickten auf das langsam hinter uns verschwindende Queensland.
Die Crew war auf jeden Fall bester Laune und versorgte uns mit allerlei Sicherheitshinweisen etc. Und so verging die ca 1 stündige Fahrt zum Outer Reef wie im Fluge und wir erreichten unsere erste Station des Tages, bei der es sogleich in das Wasser ging und für mich in Tauschgruppe eins zum ersten Tauchgang meines Lebens.


Doch was soll ich sagen, es ist wie unter Wasser schwimmen mit Atmen durch den Mund, soweit also kein Problem. Doch leider musste der durchaus Famose Tauchgang recht schnell dem Ende zu gehen, da an diesem Tag noch 10 weitere Gruppen tauchen wollten. So stieg ich von der Pressluftflsche auf den Schnorchel um erkundete die Welt des Riffs für mich allein.
Doch das nächste Highlight folgte nach meiner Rückkehr zum Schiffe auf dem Fuße und ich nahm Platz neben Malte auf dem Glasbodenboot, dass auch den wasserscheueren Mitfahrern die Welt der Fische oder das Aquarium Gottes näher bringen sollte. So blieb mir keine Zeit mich abzutrocknen und ich fuhr noch im Wetsuit mit. Wir sahen viele interessante Fische und zwischen den Tauchern und Schnorchlern wurden die ersten Entdeckungen ausgetauscht.
Leider stellte ich nach der Rückkehr zum Schiff fest, dass das Wetter auch eine gewisse Abkühlung zur Folge hatte und man kurz nach dem Ausziehen des Neopren-Anzugs zu frieren begann. So verfrohren wir zu zweit die Zeit bis zum Lunch, der aus Salaten und etwas Fleisch bestand. Durchaus lecker, aber für zwei frierende Gestalten wie uns nicht das Optimum.
Kurz darauf ging es innerhalb von 20 Minuten Fahr weiter zum zweiten Spot des Tages.
Dort stand die Entscheidung an, ob man sich auf einen weiteren Tauchgang wagen wolle. Doch da diese Entscheidung auch nach einem ersten Anschnorcheln getroffen werden konnte, entschied ich mich ersteinmal für die kostenfreie Version des Schnorchelns und ich wurde nicht enttäuscht.
Denn da ich vom ersten Spot etwas enttäuscht war gefiel mir der zweite umso besser, da hier auch entlich die berühmten weichen Korallen zu sehen waren, so wie die bereits gesehen festen und scheinbar unendlich viele verschiedene Arten von Fischen.
So konnte ich beim Schnorcheln eine der versprochenen Schildkörten entdecken, die gemächlich und in voller Anmut neben mir her schwamm und das eine oder andere Mal zum Luft holen auftauchte. Einige Meter weiter traf ich auch auf einen kleinen Hai, den ich nur wenige Meter verfolgen konnte, da er im Wasser eindeutig schneller war als ich. Er hatte ja auch drei Flossen und ich nur zwei .
Aber es gab ja noch so viel mehr zu sehen, wie z.B. kleine Nemos und Doris und wie man sie alle aus dem Film kennt. So blieb für mich der zweite Tauchgang auf der Strecke, da ich von 1,5 Stunden am Spot bereits 1 Stunde mit dem ersten Schnorcheln zubrachte. Und der zweite Grund war, dass ich eher aufpassen musste nicht in die hohen Korallen zu treiben, denn der Grund war an dieser Stelle höchstens 7 Meter entfenrt, eine Distanz, die ich auch mit einem Atemzug gut überbrücken konnte. So war es egal ob ich 30 Sekunden oder 30 Minuten unter Wasser bleiben konnte.
Nach meiner Rückkehr stand erstmal eine warme Dusche an, die das Frieren minderte, aber auch nicht die Lösung brachte. So verforhren wir auch die 1,5 Stunden Rückfahrt und schauten den halben Film "Findet Nemo". Zurück im Hafen wünschte wir uns nichts sehnlicher als eine heiße Dusche und... wie es das Leben so will, gab es ja ein paar viel zu heiße Duschen am Schwimmbad, die uns den restlichen Tag versüßten.
Nun liegen noch ein paar praktische Dinge vor uns in Cairns, so wie erneutes Einkaufen und Waschen. Danach geht es wohl weiter nach Port Duglas, dem aller letzten Außenposten der Zivilistation und danach in die Tabellands, dem Regenwald, der in Cairns direkt bis an die Küste reicht. Mit anderen Worten gibt es noch viel zu sehen und bestimmt bald einen neuen Bericht.

Liebe Grüße
Malte und Flo

20.6.09 05:42

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