Die Ostküste bis Newcastle

Hey hey,
es ist ja schon fast Jahre, wenn nicht Jahrhunderte her das wir uns gemeldet haben. Uns viel das vor allem auf, weil wir kaum noch wussten, was in unserem letzten Eintrag stand, oder wo er geschrieben wurde. Es könnte also vorkommen, dass einige Informationen auf der Strecke bleiben oder doppelt erwähnt werden - wir bitten dafür schonmal im Voraus um Verzeihung!

Seit unserem letzten Blogeintrag sind wir schon wieder etliche Kilometer gefahren. Unser erstes Ziel war Bundaberg, eine eigentlich nicht weiter interessante Ostküstenstadt, die aber einen gewaltigen Vorteil hat. Sie beheimatet die zumindest australienweit, wenn nicht sogar weltweit, bekannte Bundaberg-Rum-Destillery. Wenn diese grad wieder explodiert ist, wird die Stadt zu einem riesigen Rumbrunnen, wie wir bei der Destillerytour erfahren haben. So geschehen anno 1936, oder so. Die Erinnerung an eine genaue Zahl wurde leider durch die Gratisproben zunichte gemacht. Schade.
Ansonsten hatte Bundaberg nichts erwähnenswertes zu bieten, oder wir erinnern uns nicht mehr dran, aber wir hatten einen "Bundy-good-day".



Durch die belebende Wirkung des Rums belebt, ging es dann auch weiter Richtung Süden. Das nächste Ziel war die Sunshine Coast, welche zusammen mit der Gold Coast eines DER Reiseziele der Australier darstellt. Das Wetter an der Sunshine Coast machte seinem Namen alle Ehre und war mit Sonne erfüllt. Die Küste an sich ist ein endloser perfekter Strand, die Orte sind klein und gemütlich. Alles in allem kann man verstehen, warum es hier so viele Australier hinzieht. Uns zog es aber weiter gen Süden, obwohl die Temperaturen merklich nachließen- es ist halt Winter hier.


Zwischen der Sunshine und der Gold Coast liegt eine kleinere Ansammlung von Häusern, Brisbane genannt. Diese Stadt erfuhr nach der 1988 hier abgehaltenen Expo einen Aufschwung und so leben in der Hauptstadt von Queensland mittlerweile rund 2 Millionen Menschen. Uns wurde die Stadt als "langweilige Haupstadt ohne Inhalt" beschrieben, aber da wir alles was Australier nicht mögen eigentlich mögen, hatten wir keine Vorbehalte.
So wurde am ersten Tag die Stadt erkundet und für eigentlich recht nett gehalten. Leider gab es doch keine Tickets mehr für die bevorstehende State Of Origin Rugby-Prügelei, sodass wir diese leider im Fernsehen sehen mussten. Der 2. Tag wurde ausgiebig im "Sciencecentre" verbracht, wo es jede Menge Technik zum ausprobieren gab. Eigentlich eher für ein jüngeres Publikum gedacht, hatten auch wir 2 Spielkinder jede Menge Spass und verbrachten viele Stunden in dem eigentlich gar nicht so großen Museum, in dem wir 3D Viergewinnt gespielt und etliche andere "Spielzeuge" ausprobiert haben. Am Abend galt es dann "unser" Team anzufeuern, wenn auch nur vor einer Leinwand in einer Kneipe. Wie es dann auch immer ist, verlor Queensland prompt das Spiel - haushoch - aber trotzdem wurden sie "State Of Origin"-Meister, da sie die ersten beiden Spiele gewonnen hatten. Als Highlights gilt es vor allem die schöne Schlägerei in der letzten Minute hervorzuheben, die vollkommen war, aber immerhin einen Spieler ins Krankhaus gebracht hat... und da sage nochmal einer Fussball sei brutal. Wir hatten unseren Spass, so viel ist sicher.



Nach Brisbane, wo einer von uns übrigens alt wurde, ging es ca. 80 km weiter an die berühmte Gold Coast mit dem Hauptort Surfers Paradise. Dieser Küstenabschnitt ist nicht so beschaulich wie die Sunshine Coast geblieben, sondern sieht aus der Ferne eher aus wie eine Millionenmetropole. Hochhäuser so weit das Auge reicht. Bevölkert wird sie eigentlich von niemandem, aber 3 Millionen Besucher jedes Jahr sorgen doch für Inhalt in den Straßen. Vor allem viele Asiaten gibt es zu beobachten, vor allem Abends beim feiern ein großer Spass. Australier sollen ja einen Ruf als "Partytiere" haben, dieses konnten wir bisher eigentlich nicht feststellen, aber hier in Surfers konnte man abends doch gut feiern und hatte dabei seinen Spass und traf viele interessante Charaktere, die einem lange in Erinnerung bleiben werden.


Florian machte dem Ortsnamen dann noch alle Ehre und versuchte sich am surfen. Auf jeden Fall ein großer Spass, der aber doch viel Übung abverlangt.
Nach einer Woche "Paradise" ging es dann aber auch weiter Richtung Süden. Byron Bay war das nächste Ziel.

Byron wurde uns herzlichst empflohlen, wir waren also gewarnt. Und siehe da - für uns irgendwie nicht so spannend, wie versprochen. Ein netter Küstenort mit vielen Backpackern, aber eigentlich war nichts los. Wir besuchten Cape Byron, den östlichsten Punkt von Festlandaustralien und schauten uns ein wenig um. Aber viel zu tun gab es nicht. Vielleicht lags aber auch nur am Winter und dem kühlen Wetter? Wir behaupten das einfach mal.



Der Weg gen Süden wurde dann allerdings kurz unterbrochen, wir verirrten uns in den Washpool National Park. Obwohl es land einwärts doch etwas kühler war als gedacht und gewollt, hielten wir es dort gut aus. Der Regenwald verliert einfach nicht an Faszination und ihn zu erkunden macht einfach Spass. Außerdem hatten wir etwas Ruhe nach dem stressigen Tagen an Gold Coast bitter nötig - wer möchte nicht solche Probleme haben! Aber ehrlich, die Ruhe war gut.
Von Washpool ging es dann doch wieder in die vorherbestimmte Richtung - nach Süden.
Mittlerweile sind wir in Newcastle angekommen und haben etliche Ostküstenhighlights hinter uns, wie z.B. die Big Banana und den Big Lobster (oder ähnliches). Riesige Plastikfiguren, die als Werbung fungieren sollen, aber doch etwas seltsam wirken und manchmal dazu verleiten an dem Verstand ihrer Erbauer zu zweifeln.

So weit erstmal von uns,
Florian und Malte

29.7.09 07:26

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